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©ABZVERLAG AG, ZÜRICH
   
  Hefte
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1/2002
Pioniergeist – die Wissenschaften im Wandel der Zeit
Der ausgeprägte Forscherdrang des Menschen ermöglichte es, mit Hilfe des techni-
schen Fortschritts einen Himmelskörper zu betreten, der nicht seine Heimat ist. Diese Leistung beeindruckt. Sind hoch entwickelte Instrumente und Werkzeuge der Wissen-
schaft für die Forschung im Sinne der ureigentümlichen Philosophie einsetzbar?

Auf dem Prüfstand – das heutige Verhältnis zur Religion
Die Bedrohung durch religiöse Gewalttäter zwingt dazu, sich kritischer mit Glaubens-
lehren auseinander zu setzen und sie bezüglich ihres Wahrheitsgehalts zu prüfen.
Von Bedeutung sind dabei die Erkenntnisse der Geistes- und Naturwissenschaften;
denn sie bereiten die Grundlage für Einsichten in Daseinsfragen und liefern somit
Kriterien für eine Beurteilung von Glaubensvorstellungen.

Hugo Grotius – der »Vater des Völkerrechts«
Im Krieg ist einem Staat ebenso wenig alles erlaubt wie im Frieden. Dies gilt heute
als selbstverständlich. Doch auch hier, auf dem Gebiet des Völkerrechts, mussten die erforderlichen Regeln erst errungen werden. Der Holländer Hugo Grotius ist einer der
Pioniere.
 
2/2002
Schöpfung – Kraft, Vielfalt und Schönheit des Blauen Planeten
In den Naturwissenschaften ist man gewohnt, einzelne Vorgänge aus dem Zusam-
menhang herauszulösen und eingegrenzt zu analysieren. Existenzfragen in Bezug
auf das Leben im Allgemeinen werden bei dieser Art der Betrachtungsweise immer
häufiger zur reinen Nebensache; ja sie werden sogar dem Zufall zugeschrieben.
Aus Sicht der Philosophie ein absolut unakzeptabler Zustand.

Sokrates – ein Gespräch über das Wesen der Gerechtigkeit
Seit je bringen Menschen Leid über Mitmenschen und andere Geschöpfe, weil sie für
sich Sonderrechte in Anspruch nehmen. Dieser letztlich auf fragwürdigen Gerechtig-
keitsvorstellungen gründende Missstand ist Anlass genug, sich eingehender mit dem
Begriff der Gerechtigkeit auseinander zu setzen. Ein Lehrbeispiel dafür bietet der
Platon-Dialog »Der Staat«.

Erziehung – die Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen
Dass persönliche Zufriedenheit und gegenseitige Achtung einem gedeihlichen Zusam-
menleben von Menschen zuträglich sind, ist keine neue Erkenntnis. Wie wichtig es
ist, die entsprechenden Fähigkeiten schon von Geburt an zu trainieren, hat erst die
jüngere Forschung zutage gebracht. Ihre Errungenschaften liefern entscheidende
Grundlagen für ein verbessertes menschliches Zusammenleben.
 
3/2002
Platons »Staat« – wider das Lob des schönen Scheins
Im Dialog zum Thema Gerechtigkeit sprechen die beiden Brüder Platons über die mo-
ralische Einstellung ihrer Mitbürger. Einer Mehrheit der Athener gehe es im Umgang
mit den Mitmenschen nicht darum, gerecht zu sein, sondern gerecht zu scheinen. Die
Diskussion fördert zutage, welche Gesinnung hinter dieser Haltung steckt und mit
welchen Argumenten sie gerechtfertigt wird.

Sklaverei – eine Jahrtausende alte Geissel der Menschheit
Die systematische Versklavung von Menschen reicht weit in die frühe Antike zurück.
Mesopotamische Herrscher haben bereits vor 6000 Jahren Menschen in erschreckend
hoher Zahl in die Sklaverei verschleppt, und auch Herrschaft, Reichtum und Pomp
von Ägypten oder Rom gründeten auf dem Leid von Millionen und Abermillionen von
Sklaven.

Forschen im Zeichen der Philosophie
Die Naturwissenschaften liefern eine Reihe interessantester Erkenntnisse, die sich
mit Hilfe von Modellen anschaulich darstellen lassen: sei es die Doppelhelix als
Trägerin genetischer Erbgutinformationen oder das Magnetfeld der Erde. Derartige
Modelle können zu wichtigen Sinnbildern der Philosophie gedeihen und ermöglichen
die Erforschung grundsätzlicher Fragen des Seins in wissenschaftlichem Rahmen.
 
4/2002
Entwicklungsgeschichte –
die Meereswelt beheimatete einst skurrile und räuberische Urlebewesen

Die Paläontologie befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung fossiler Tier-
und Pflanzenreste. Versteinerungen sind einzigartige Zeitzeugen und helfen mit, die
Entwicklungsgeschichte der Urgeschöpfe unseres Planeten näher kennen zu lernen
und somit besser zu verstehen.

Kinderanalyse – die Entdeckung von ‘Sprache’ und Sprachverständnis der Babys
Die richtige Betreuung in den ersten Lebensmonaten und -jahren eines Menschen ist
mit entscheidend für seine physische und psychische Gesundheit. Die Erkenntnisse
und praktischen Leitlinien der beiden französischen Ärztinnen Françoise Dolto und
Caroline Eliacheff sensibilisieren für einen besseren Umgang mit den Kleinen und
beugen psychischen Störungen vor.

Widerstand – der Sklavenkrieg des Spartacus

Es war der grösste Aufstand von Sklaven, den die ganze Antike je gesehen hat:
Zehntausende von Geknechteten hatten sich unter der Führung des Spartacus
73–71 v. Chr. gegen ihre römischen Herren empört. Die Freiheit hat ihnen die Er-
hebung zwar nicht eingebracht, doch Spartacus’ Name blieb bis auf den heutigen
Tag ein einzigartiges Mahnmal für den Kampf von Unterdrückten.
 
5/2002
Pflanzenreich – die eigene Sprache stummen Lebens
Das Grün der Natur auf dem Festland stellt eine besondere Lebensgemeinschaft dar;
es ist örtlich gebundenes Leben und daher in seiner Mobilität eingeschränkt. Ent-
sprechend waren vor ungefähr 450 Millionen Jahren umfangreiche Vorkehrungen
nötig, damit eine Besiedlung der Landflächen erfolgreich durchgeführt werden konnte.

Gesellschaft – was ist die Voraussetzung für Frieden und Glück?

In Platons »Staat« findet sich eine der eindrücklichsten Abhandlungen über das
menschliche Zusammenleben. Sokrates führt anhand eines Musterbildes vom Staat
Grundübel vor Augen, an denen sowohl die einzelnen Individuen als auch die Gemein-
wesen als Ganzes kranken. Seine Erklärungen machen bewusst, was für eine Ver-
besserung der Verhältnisse konkret unternommen werden muss.

Völkerrecht – die Notwendigkeit einer internationalen Rechtsordnung
Die Katastrophe zweier Weltkriege hat es an den Tag gebracht: Eine so nahe
zusammengerückte Welt kann nicht mehr allein auf Verträgen zwischen einzelnen
Staaten gründen; sie bedarf vielmehr einer universalen Rechtsordnung. Einer der
massgebenden Vorkämpfer hierfür war der Schweizer Völkerrechtler Max Huber.
 
6/2002
Psychologie und Erziehung – wichtige Grundbedürfnisse von Kindern
Was braucht ein Kind, um sich gesund zu entwickeln und die Fähigkeiten zu erwer-
ben, sich im Leben und in der Gesellschaft zurechtzufinden? Diese Frage ist heute ein
zentraler Gegenstand psychologischer Forschung. Die beiden amerikanischen Medizi-
ner T. Berry Brazelton und Stanley I. Greenspan analysierten, welchen Bedürfnissen
von Kindern unbedingt Achtung geschenkt werden muss.

Staatsführung – Anforderungen an einen Politiker
Für die Entwicklung eines Volkes und seiner Individuen ist es von entscheidender
Bedeutung, wer von den Bürgern die Geschicke des Staates lenkt. Über welche Fähig-
keiten und Eigenschaften müssen politische Führer verfügen, um ihre Aufgaben zum
Wohl aller erfüllen zu können? Im abschliessenden Teil der Reihe zu Platons »Staat« wird der berühmten Antwort Sokrates' nachgegangen.

Pflanzenphysiologie –
eine eindrucksvolle Lebensgemeinschaft empfindet zahlreiche Bedürfnisse

Pflanzen passen sich den jahreszeitlichen Veränderungen an. Blüten- und Blatt-
bildung, Herbstfärbung sowie Laubfall sind Beispiele wohlkoordinierter Abläufe, die
für uns ganz selbstverständlich geworden sind. Wer sich vertiefter mit dem Grün der
Natur befasst, fragt sich natürlich berechtigterweise: Wo und wie werden denn all
diese aufeinander abgestimmten Vorgänge koordiniert?