Staatsführung

Staatsführung
Von Barbara Sträuli-Eisenbeiss

»Wenn nicht entweder die Philosophen Könige werden in den Staaten oder die jetzt sogenannten Könige und Gewalthaber sich aufrichtig und gründlich mit Philosophie befassen und so politische Macht und Philosophie in eins zusammenfällt und wenn nicht diejenigen, die ihrer Natur nach blosse Politiker sind, zu völligem Verzicht auf ein politisches Amt gezwungen werden, gibt es kein Ende des Unheils für die Staaten [...]. Aber das ist es, was auszusprechen ich mich schon lange scheue, weil ich sehe, wie sehr es wider die allgemeine Meinung verstösst.« (473 c–e)

Worin liegen die Vorzüge des Philosophen, die ihn mehr als andere für die Leitung eines Staates befähigen? Sokrates’ Erklärungen über das Wesen und die Sichtweise des Philosophen öffnen nicht nur das Verständnis für die eigentliche Bedeutung des Begriffs Philosophie, sondern machen auch bewusst, welcher inneren und äusseren Voraussetzungen es bedarf, damit dieser »edelste Lebensberuf« seine Wirkung entfalten kann.

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